© CBS

Hier lest ihr die Kritik zur neuen Krimi-Serie “Unforgettable” mit Poppy Montgomery und Dylan Walsh in den Hauptrollen.

Das die Verantwortlichen bei CBS eine Vorliebe für Police-Procedurals haben ist kein Geheimnis. Mit „Unforgettable“ hat der US-Sender die inzwischen 10. Serie dieser Machart im Abendprogramm. Doch wie kann sich eine neue Serie neben etablierten Namen wie „CSI“, „NCIS“ oder „Criminal Minds“, die schon seit Jahren (zumeist) hervorragende Einschaltquoten erzielen, durchsetzen? Ob Knochenforscher („Bones“), Zahlenjongleur („Numbers“) oder wandelnder Lügendetektor („Lie To Me“), es braucht zumindest eine interessante Prämisse, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Diese Voraussetzung erfüllt „Unforgettable“ durchaus.

Die ehemalige Polizistin Carrie Wells (Poppy Montgomery) „leidet“ an dem extrem seltenen Hyperthymestischen Syndrom, was ihr erlaubt sich an jede Situation in ihrem Leben bis ins kleinste Detail erinnern zu können. Eines Tages wird sie Zeugin des Mordes an ihrer Nachbarin und trifft daraufhin zufällig ihren ehemaligen Partner und Lebensgefährten Detective Al Burns (Dylan Walsh), der die Untersuchungen leitet. Sie entschließt sich dazu Burns bei den Ermittlungen zu helfen und erlebt währenddessen Flashbacks von dem einzigen Tag in ihrem Leben, an den sie sich nicht erinnern kann.

© CBS Dylan Walsh und Poppy Montgomery

Eine Polizistin die jederzeit den Instant-Replay-Button betätigen kann, inklusive Vor- und Zurückspulen, sowie eingebauter Zeitlupen- und Zoomfunktion, das ist doch interessant. Ein solches Gimmick birgt natürlich immer die Gefahr, dass es im Verlauf der Serie zum Selbstzweck verkommt, doch interessante Twists ermöglicht es allemal. Abgesehen von dieser Spielerei entfaltet sich die Geschichte in der Pilotfolge doch recht gewöhnlich. Polizist mit einzigartiger Auffassungsgabe kann den Tod eines nahen Freundes oder Familienmitglieds nicht richtig verarbeiten und ist besessen davon den Fall zu lösen. Wer Serien wie „Monk“ oder „Castle“ kennt, den wird das nicht sonderlich vom Hocker hauen. Dazu kommt noch, dass die Handlung zuweilen arg konstruiert wirkt. Das Carrie Wells und Detective Burns beide zufällig von Syracuse nach New York ziehen, wo Wells Zeugin eines Mordes wird, bei dem zufällig Burns ermittelt und der dann auch noch ihre Flashbacks auslöst, erscheint schon etwas an den Haaren herbeigezogen.

 Bei den Hauptdarstellern gibt es hingegen nicht viel zu meckern. Poppy Montgomery hat bereits langjährige Genre-Erfahrung als FBI-Agentin in „Without A Trace“ aufzuweisen, während Dylan Walsh auch schon in „Nip/Tuck“ als Anzugträger eine gute Figur machte. Die beiden geben ein ordentliches Ermittler-Duo ab, ohne dabei übermäßig viele Funken zu versprühen.

© CBS

Fazit: Hier ist der Name leider nicht Programm. Die Prämisse ist nett. Aber zu wenig frische Ideen und die gewöhnliche Inszenierung lassen die Serie ins Mittelmaß abrutschen. Wer unbedingt noch ein weiteres Police-Procedural sehen will kann sich “Unforgettable” anschauen, alle anderen lassen besser die Finger davon.

Wertung: 5/10

VN:F [1.9.11_1134]
Rating: 10.0/10 (1 vote cast)
Kritik zur Pilotfolge von "Unforgettable", 10.0 out of 10 based on 1 rating

One Response to “Kritik zur Pilotfolge von “Unforgettable””

  1. Monk, Psych, the Mentalist, Lie to Me….etc

    Schon erstaunlich, wie viele ähnliche Formate es da so gibt.

    VN:F [1.9.11_1134]
    Rating: 0 (from 0 votes)
© 2011,12 Serien Orakel Impressum Suffusion theme by Sayontan Sinha